
Liebe Freunde,
habt Ihr das mitbekommen? Die rheinland-pfälzischen Grünen meinen mal wieder, sich mit einem neuen irrsinnigen Vorstoß profilieren zu müssen – und fordern jetzt, Herkunftssprachen von Migranten wie Arabisch nach einem oberflächlichen Leistungsnachweis als zweite Pflichtfremdsprache fürs Abitur anzuerkennen.
Dieser Vorschlag ist ein weiteres Beispiel für die schleichende Entwertung schulischer Standards. Während Deutsch immer mehr auf dem Rückzug ist, bei Sprachtests massenhaft geschummelt wird und an den Schulen Rechtschreibung und Satzbau für immer mehr Schüler böhmische Dörfer sind, soll der kulturelle „Anpassungsdruck“ auf null gesenkt werden. Integration ist sowieso schon kein Thema mehr; jeder soll so sprechen und sich verhalten dürfen, wie es ihm passt, bis er dann nach immer kürzerer Frist sowieso eingebürgert wird. In Berlin, wo die Grünen mit den woken Islamo-Sozialisten der Linkspartei gerade ins Koalitionsbett steigen, kann man studieren, wohin die Reise geht.
Und jetzt soll also auch noch die „eingewanderte“ Herkunftssprache wie eine schulische Lernleistung im Abschlusszeugnis gewürdigt werden. Statt Schüler mit Migrationshintergrund konsequent in die deutsche Sprache und in europäische Fremdsprachen zu integrieren, die kulturell und fachlich anschlussfähig sind, wollen die Grünen die familiäre Alltagssprache zum gleichwertigen Ersatz für Französisch, Latein oder Spanisch erklären.
Aber eine oft nur dialektal und umgangssprachlich, ohne schulisches Erlernen erworbene Alltagssprache kann kein Äquivalent zu einem über Jahre erarbeiteten Fremdsprachenunterricht mit Grammatik, Literatur und interkultureller Kompetenz sein!
Abgesehen davon bedeutet die Forderung eine weitere Diskriminierung einheimischer Schüler. Denn deutsche Kinder müssen sich ihre zweite Fremdsprache ab der Orientierungsstufe hart erarbeiten, während andere sie von zu Hause einfach „mitbringen“. Und wieder einmal sollen existierende Ausnahmenregelungen für Späteinsteiger zur Regel für alle in Deutschland Aufgewachsenen aufgebläht werden. Das löst weder die eigentlichen Defizite bei Deutschkenntnissen noch die sozialen Ursachen schlechterer Bildungschancen, sondern kaschiert sie nur.
Wenn dieser bildungspolitische Unsinn durchgehen sollte, ist das Abitur künftig noch weniger Leistungsnachweis und noch mehr bloßes Durchlässigkeitszertifikat. So etwas kann doch niemand ernsthaft wollen, dem an verantwortungsvoller und zukunftsorientierter Bildungspolitik gelegen ist.
Euer Dirk Bisanz

