
Der Wirbel um einen Social-Media-Post des 1. FC Kaiserslautern vom vergangenen Freitag, der ein Foto seiner Mannschaft mit Veranstaltern des Kuseler Festivals „Kein Bock auf Nazis“ in Antifa-Shirts zeigte, schlägt inzwischen bundesweite Wellen. Selbst die “Süddeutsche Zeitung“ berichtete über den Fall. In dem Post war zum Besuch des Festivals aufgerufen worden, um so ein Zeichen „gegen Hass und Intoleranz“ zu setzen; der FCK stehe “für Vielfalt und Toleranz”, hieß es darin.
Dazu erklärt Dirk Bisanz, stellvertretender Fraktionschef der AfD im Landtag und MdL aus Kaiserslautern: “Natürlich ist mit diesen Parolen fast immer und ausschließlich der Kampf gegen die AfD gemeint – und damit gegen die größte demokratische Opposition in Rheinland-Pfalz, die in bundesweiten Umfragen inzwischen bei 30 Prozent steht.“ Es sei daher auch kein Wunder, dass die Reaktionen auf den Post auch so überaus heftig ausfielen; tausende User kritisierten den Verein und verlangten, dass sich der FCK aus der Politik heraushalten solle. Viele Fans drohten gar mit Kündigung von Vereinsmitgliedschaft oder Dauerkarten.
Bisanz kann die Verärgerung gut nachvollziehen: “Mit seiner demonstrativen Nähe zu solchen Organisationen stößt der FCK einen beträchtlichen Teil seiner Anhängerschaft vor den Kopf und treibt die gesellschaftliche Spaltung weiter voran. Dabei soll Fußball doch eigentlich Brücken bauen und Gemeinschaft stiften. Die kritiklose Übernahme der woken DGB-Regenbogenagenda hängt vielen Fans schon seit Jahren zum Hals raus; das letzte, was wir jetzt noch brauchen, ist eine Antifa- Unterwanderung dieses stolzen Traditionsvereins. Der FCK ist nicht St. Pauli – und das soll auch so bleiben!”.
Als äußerst unglücklich bezeichnete Bisanz in diesem Zusammenhang auch die Berichterstattung der Lokalzeitung “Die Rheinpfalz“: Wer ein solches Event als kleines, preisgekröntes Festival verniedliche, obwohl dort seit Jahren Hetze gegen die AfD und Andersdenkende verbreitet wird, betreibe Irreführung der Öffentlichkeit. „Am vergangenen Wochenende in Erfurt konnte jeder wiedersehen, welche gewaltbereiten Extremisten sich hinter dem Deckmäntelchen des ‚Antifaschismus‘ verbergen. Es kam dort zu Angriffen auf Polizisten und auch Journalisten. Das hat mit demokratischem Protest nichts mehr zu tun. Schlimm genug, dass die Altparteien über die staatsfinanzierten NGO-Komplex dieses linksextreme Milieu salonfähig gemacht haben. Im Fußball darf für politische Agitation kein Platz sein! Der FCK sollte sich hier neutral verhalten”.
Ausdrücklich begrüßt Bisanz die klare Positionierung des CDU-Fraktionschefs im Mainzer Landtag, Christoph Gensch. Dieser hatte die FCK-Nähe zu linksextremen Symbolen und Codes und die politische Instrumentalisierung der Mannschaft als schweren Fehler bezeichnet. Bisanz: “Herr Gensch hat völlig recht: Wer glaubwürdig gegen Hass kämpfen will, muss sich von jeglichem Extremismus distanzieren. Der FCK sollte sich lieber sportlich auf dem Platz engagieren als an der Seite von Linksextremisten!“.

