In den französischen Garnisonsgräbern auf dem Hauptfriedhof Kaiserslautern ruhen 26 Soldaten aus dem 1. Weltkrieg. Sie stammten nicht nur aus unserem Nachbarland, sondern auch aus seinen ehemaligen Kolonien. Nach langer Recherchearbeit konnten nun alle 26 Gefallenen identifiziert und ihre Namen ermittelt werden.
Zu ihren Ehren hat am vergangenen Samstag der Kriegsgräberverein „Le Souvenir français en Allemagne“ aus Oberursel zusammen mit der Stadt Kaiserslautern eine Gedenktafel mit den Namen eingeweiht. Die Marinekameradschaft KL war mit Standarten und Ausgehuniform angetreten. Jean-Noël Charon, seit 2020 Generaldelegierter der französischen Kriegsgräberfürsorge für die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen, hatte für diese Ehrung die Initiative ergriffen und wurde für sein Engagement und seine Recherchearbeit mit einem Orden ausgezeichnet.
Die Laudatio des in Kaiserslautern lebenden Forschers und Sonderpädagogen Prof. Dr. Andreas Fröhlich wurde von Stadtarchivar Dr. Bernd Klesmann in französischer und deutscher Sprache gehalten.
Brigadegeneral a.D. François Sommerlat, Generaldelegierter des Souvenir Français in Deutschland, enthüllte mit Oberbürgermeisterin Beate Kimmel die Gedenktafel am französischen Garnisonsfriedhof.
Die AfD-Fraktion wurde vertreten von ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Dietmar Winkmann. „In Zeiten, in denen Waffenlieferung anscheinend wichtiger sind und der Diplomatie mit einer Großmacht kein Vorrang mehr gegeben wird, sind solche Veranstaltungen und Auszeichnungen gegen das Vergessen von hoher Bedeutung. Deutschland sollte sich dem Wert von Frieden und Freiheit immer bewusst sein und sich aus kriegerischen Auseinandersetzungen anderer Mächte möglichst heraushalten“, so Winkmann.
Verteidigung und Verteidigungsbündnisse sind wichtige Grundpfeiler des Friedens, milliardenschwere Waffenlieferung aber gefährden diese und sind grundverkehrt. „Auch das sollten wir nach zwei Weltkriegen gelernt haben“, mahnt Winkmann.




